Lawinenhauptübung bei der ARO (CH)

28.03.2026

Am 28.03.2026 fand in Wildhaus, genauer auf der Gamsalp, die Hauptübung der Lawinenhundeführer der Alpinen Rettung Ostschweiz statt.  Hierbei durften zwei unserer Mitglieder teilnehmen, darunter eine Junghundeführerin.  

Die Hauptübung startete früh am Morgen mit dem Treffpunkt in Wildhaus. Nach der gemeinsamen Auffahrt ins Übungsgebiet Gamsalp wurden die Teams offiziell begrüsst. Insgesamt sechs Lawinenfelder standen zur Verfügung, die am Vortag mit grossem Aufwand vorbereitet worden waren. Während ein Feld speziell für Aufbau- und Motivationsarbeit mit Junghunden genutzt wurde, dienten die übrigen Felder anspruchsvollen Einsatzübungen mit mehreren Verschütteten und Gegenständen.

Im Training mit den Junghunden lag der Fokus auf Grundlagenarbeit und Führeranzeigen. Trotz kleiner Unsicherheiten zeigte sie eine klare Leistungssteigerung und erfolgreiche Übungen Besonders wertvoll waren dabei auch die Inputs zur Einsatztaktik und zum realitätsnahen Vorgehen im Ernstfall.

Parallel dazu fanden auf mehreren Lawinenfeldern komplexe Einsatzübungen statt. Bei unserem einsatzfähigen Hundeteam wurde ein Szenario zugeteilt, bei dem ein Lawinenabgang ohne klare Hinweise auf Verschüttete abgesucht werden musste. Trotz anspruchsvoller Bedingungen mit tiefem Schnee und steilem Gelände arbeiteten sie sich mit grossem Einsatz durch das Gelände und konnte eine verschüttete Person rasch orten. 

Die Übungen machten deutlich, wie wichtig nicht nur die Leistung der Hunde, sondern auch die richtige Einsatztaktik und Organisation sind. In den anschliessenden Feedbackgesprächen wurden neben den Erfolgen auch Verbesserungspotenziale angesprochen, etwa bei der Platzierung von Materialdepots oder der taktischen Planung im Einsatzraum.

Neben den intensiven Trainingseinheiten kam auch der Austausch unter den Teilnehmenden nicht zu kurz. Die Übung bot eine ideale Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und die Kameradschaft innerhalb der Gruppe zu stärken. Abgerundet wurde der Tag durch einen gemeinsamen Ausklang, bei dem die Erlebnisse nochmals reflektiert werden konnten.

Insgesamt war es ein lehrreicher und eindrücklicher Trainingstag, der sowohl Mensch als auch Hund forderte und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze lieferte. Ein besonderer Dank gilt hierbei der ARO sowie allen Hundeführern, Figuranten und Helfern für ihr grosses Engagement, die professionelle Organisation und die stets kameradschaftliche Atmosphäre. Ebenfalls hat es uns sehr gefreut, dass auch die Kollegen aus dem Allgäu teilnehmen konnten und so ein wertvoller Austausch über die Ländergrenzen hinweg möglich war. 

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